Hund im Auto

„Bello“ fährt mit:

Was muss ich beachten, wenn (m) ein Hund im Auto transportiert wird?

Für den Gesetzgeber scheint die Sache klar umrissen: Hunde sind eine „Ladung“, damit ein Sachgegenstand, der entsprechend gesichert werden muss, damit Verkehrsrecht und Sicherheit gewahrt bleiben. Doch für jeden Tierfreund und Halter ist der vierbeinige Liebling natürlich um so vieles mehr …

Insofern scheint es nur schwer verständlich, dass nach wie vor viele Hundehalter sich selbst, aber auch den vierbeinigen Partner in ernste Gefahr bringen:

„Freilauf“ im Auto darf nicht sein!

Denn ein Hund, zumal ein Welpe, der frei im Auto herum toben darf, gefährdet nicht allein sein eigenes Leben. Schließlich kann jeder Gegenstand – auch eine Katze oder ein Hund – bei einem Bremsmanöver zu einem tödlichen „Geschoss“ werden.
Daher mahnt auch der ADAC dazu, „Waldi“ als Beifahrer entsprechend zu sichern. In diesem Zusammenhang verweist der Automobilclub auf eine ganze Reihe von Crashtests, die kaum einen Zweifel an der latenten Gefahr lassen.

Eigengewicht und Geschwindigkeit entwickeln eine ungeheure Wucht!

So flog ein Hunde-Dummy von „nur“ 22 Kilogramm bei einem Auffahrunfall mit Tempo 50 mit dem 25 fachen (!) seines Eigengewichtes durch den Wagen. Eine tödliche Gefahr für den Vierbeiner wie auch den Fahrer, dem sein Liebling mit einer Aufprallwucht von gefühlten 500 Kilogramm ins Genick schlägt.
Ein Risiko, dem sich allein mit Sicherheitsgurten oder Transportboxen vorbeugen lässt. Das schont dann auch die Reise- und Sprit-Kasse des Fahrers, da für Tiere, die nicht entsprechend gesichert sind, durchaus schon Bußgelder verhängt wurden.

Die beginnen bei 30 Euro und können sich, je nach Schwere des Vergehens, rasch verdoppeln Dann drohen auch Punkte in Flensburg; ebenso können Zwangsgelder für Hunde, die ohne Begleitung auf die Straße laufen, verhängt werden.

Übrigens erwartet auch diejenigen eine Geldbuße, die ihren Vierbeiner bei heißen Sommertemperaturen im Wagen zurück lassen. Ein Verstoß gegen das Tierschutzgesetz, welcher Bußgelder in Höhe von mehreren hundert Euro nach sich ziehen kann. Hier müssen dann die Gerichte über die Höhe des jeweiligen Zwangsgeldes entscheiden, da mehr als „nur“ eine Ordnungswidrigkeit im Raum steht.

Überblick über mögliche Bußgelder beim Hundetransport im Auto

Fahrt mit einem Tier, das nicht ausreichend gesichert ist35 Euro Bußgeld
Gefährdung des Straßenverkehrs durch das Tier60 Euro + 1 Punkt in Flensburg
Sachbeschädigung durch das schlecht gesicherte Tier75 Euro + 1 Punkt in Flensburg

Übrigens besteht aus Sicht der Versicherer keine verbindliche Verpflichtung, einen Hund im Wagen entsprechend abzusichern; dennoch könnte, je nach Ursache des Schadens, eine grobe Fahrlässigkeit des Halters unterstellt werden.

Im Umkehrschluss zieht es kein Bußgeld nach sich, wenn ein Hund – ausreichend Platz und Frischluft vorausgesetzt – im Kofferraum des Wagens transportiert wird. Wer diesen Weg gehen will, sollte zumindest darauf achten, dass ein Rücksitz umgeklappt wird, so dass der Hund ein wenig Licht sieht.

Warum Schondecken allein nicht reichen?

Daher gelten die hinteren Sitzbänke eines Pkw oder auch die Ladefläche eines SUVs oder Kombi als ideale Alternative. Tatsächlich sollte man sich, vor der Anschaffung eines größeren Hundes, reiflich überlegen, ob der Wagen auch für den neuen Mitreisenden ausreichend Raum bietet. Denn das „Verstauen“ einer Dogge auf den Rücksitzen eines zwei türigen Kleinwagens kann für alle Beteiligten rasch zur Qual werden.

Anschnallpflicht für Bello?

Doch auch Katzen oder kleinere Hunde dürfen (siehe oben) niemals eigenmächtig auf der Hutablage herum tollen. Schließlich ist jede (Zu) Ladung so zu sichern, dass sie selbst bei einer Vollbremsung oder plötzlichen Ausweichmanövern nicht „verrutschen, umfallen, hin- und her rollen, herabfallen oder vermeidbaren Lärm erzeugen kann“. Hier spricht die Straßenverkehrsordnung, wenn auch nicht per se für den Hundehalter geschrieben, eine mehr als deutliche Sprache.

Leider erleben wir häufig das Gegenteil, sehen Hunde, die sogar ihren Kopf durch die Fensterscheibe nach draußen in den Wind recken. Doch dabei droht (neben all den anderen Gefahren) dann eine schwere Bindehautentzündung, die freilich selbst durch Klimaanlagen ausgelöst wird. Wir sollten daher sicher stellen, dass Gebläse und Zugluft nicht direkt auf das Tier treffen.

Wie transportiere ich meinen Liebling möglichst sicher und bequem?

Der ADAC sieht daher in Hundetransportboxen (die den Vierbeiner auch vor Zugluft abschirmen) eine angemessene Lösung. Denn die verhindern, dass das Tier in den Fußraum fällt und schützen zudem das Wageninnere vor Schmutz und Haaren.

Das Problem: Bei einem Bremsmanöver kann sich ein Hund, der in der Box herum geschleudert wird, durchaus verletzen. Zudem kann eine ungesicherte Box samt „Inhalt“ zu einem gefährlichen Geschoss werden. Daher macht eine Hundetransport-Box erst dann wirklich Sinn, wenn sie mit entsprechenden Rückhaltesystemen und Sicherheitsgurten kombiniert wird.

Sicherheitsgurte retten Leben!

Alternativ kann ein Hund „frei“ auf der Rückbank sitzen, da heute auch für Hunde spezielle Gurtsysteme auf dem Markt sind. Die halten das Tier, in Abhängigkeit von der eingestellten Länge, bei einem Crash zurück.

Damit minimiert sich das Verletzungsrisiko für Beifahrer wie auch Hund beträchtlich. Allerdings sind auch bei Gurten – in Abhängigkeit von der Schwere des Zwischenfalls – Verletzungen im Brustraum oder Wirbelsäulenbereich des Hundes zu befürchten. Daher sollten Geschirre mit ungenügender Festigkeit oder zu schmalen Gurten (die dann tief einschneiden können) von Anfang an konsequent aussortiert werden.

Auch Kunststoffverschlüsse oder Gurte, die dem Hund zu viel Raum bieten, sind nicht wirklich zu empfehlen. Wer Wert auf (s) einen gepflegten Wagen legt, wird das Rückhaltesystem mit einer Schon- und Transportdecke für Hunde kombinieren, so dass die Sitze nicht mehr als nötig verschmutzt werden.

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Vorteil Kombi?

Gerade Kombis, SUV s und Schräghecklimousinen „laden“ dazu ein, dass der Vierbeiner auf der Ladefläche hinter einem Trenngitter transportiert wird. An sich gar keine schlechte Lösung. Zumal für größere Hunde. Zumindest scheinen damit der Ladungsschutz wie auch die Sicherheit etwaiger Retter (die ja im Fall der Fälle ins Wageninnere müssen) gewährleistet.
Zudem bewahren Trenngitter, die stabil genug sind, die Insassen vor Verletzungen durch den Vierbeiner. Allerdings kann der Hund selbst, wenn er bei einem schweren Crash auf der Ladefläche herum geschleudert wird, am Gitter verletzt werden. Ein Dilemma, das durch Netze nicht wirklich gelöst wird. Denn diese können einem Aufprall oftmals nicht stand halten. Zudem besteht die Gefahr, dass sich der Hund in den Maschen verfängt, hier in Panik gerät und / oder ebenfalls verletzt wird.

Ein erstes Fazit

Daher kann es (zumindest im Hinblick auf die Sicherheit der Insassen) Sinn machen, wenn eine stabile Hunde-Transportbox fest auf der Ladefläche eines Kombis verschraubt wird. Für den Hund selbst dürfte dagegen eine Fahrt auf den Rücksitzen – samt Sicherheitsgurt und Schondecke versteht sich – den meisten Spaß bieten.
Was bleibt, ist die Erkenntnis, dass ein absolute Sicherheit wohl niemals erreicht wird.

Jedes System hat seine Stärken und Schwächen, die hier nochmals kurz zusammengefasst werden:

Kleine Hunde im Auto

Kleine Hunde können gut in einer (gesicherten) Transportbox oder auch auf den Rücksitzen des Wagens transportiert werden. Dabei bieten Boxen den Vorteil, dass kein Schmutz im Innern des Pkw verteilt wird. Allerdings kann eine Box, in der der Hund im Fall der Fälle herum geschleudert wird, nur einen begrenzten Schutz bieten.

Kleine und mittelgroße Hunde

Kleine und mittelgroße Hunde lassen sich ideal auf den Rücksitzen eines Pkw platzieren: Wird gleichzeitig eine Schondecke genutzt, lässt sich auch der Schmutzeintrag in den Wagen begrenzen. Bei Auswahl des passenden Geschirrs. bietet sich ein guter Schutz. Allerdings kann es, trotz Hundehaltegurt, zu Abschürfungen oder Prellungen kommen. Lässt das Haltesystem zu viel Spiel, kann der Vierbeiner sogar – obwohl angeschnallt – in den Fußraum stürzen oder gegen den Fahrersitz schleudern.

Große Hunde im Auto

Große und sehr große Hunde können auch auf der Ladefläche eines Kombis untergebracht werden. Allerdings sollte, um den Hund optimal zu schützen, dann an zusätzliche Gurte oder Rückhaltesysteme gedacht werden.
Geht es um den optimalen Schutz des Fahrers und der Insassen, kann ein großer Hund auch in einem fest verschraubten Transportkäfig auf der Rückfläche eines SUV s oder Kombis untergebracht werden.

Was ist sonst noch wichtig?

Längst gibt es sogar orthopädische Hundebetten oder Hundesitze. Dabei ist zu beachten: Je einfacher die Bedienung ist, desto wahrscheinlicher wird das angeschaffte System auch genutzt. Damit stellt auch die leichte Bedienbarkeit ein wichtiges Kaufargument dar.

Ein weiterer, wichtiger Pfeiler der Gefahrenabwehr ist eine defensive und vorausschauende Fahrweise. Zudem sollten, wenn „Bello“ auf Reisen geht, natürlich regelmäßig Pausen für Freilauf, Wasserlassen und Trinken eingeplant werden. Damit alle, Hund wie auch Fahrer, entspannt und sicher an ihr Ziel kommen!

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