Urlaub mit Hund in Kroatien: Meer, Berge und Abenteuer auf vier Pfoten

Urlaub mit Hund in Kroatien

Türkisblaues Wasser, kleine Buchten, schroffe Felsen, mediterrane Städtchen und dazwischen jede Menge Natur: Kroatien hat sich längst zu einem der beliebtesten Reiseziele Europas entwickelt. Und auch für einen Urlaub mit Hund in Kroatien bringt das Land ziemlich gute Voraussetzungen mit. Vor allem dann, wenn Du gern individuell reist, viel draußen unterwegs bist und Deinen Urlaub lieber zwischen Meer, Wanderwegen und kleinen Küstenorten als ausschließlich auf einer Hotelterrasse verbringst.

Ob Ferienhaus in Istrien, Campingplatz direkt an der Adria oder Roadtrip mit dem Wohnmobil: Kroatien lässt sich mit Hund auf ganz unterschiedliche Weise entdecken. Ganz ohne Vorbereitung solltest Du allerdings nicht losfahren. Einreisebestimmungen, hohe Temperaturen, felsige Strände und die Regeln für Wohnmobile sind ein paar der Dinge, die Du vor der Reise kennen solltest.

Warum ein Urlaub mit Hund in Kroatien?

Für viele Hundehalter beginnt der größte Vorteil schon bei der Anreise: Kroatien ist von Deutschland aus mit dem eigenen Auto erreichbar. Damit ersparst Du Deinem Hund einen Flug und kannst Pausen, Fahrtzeiten und Zwischenübernachtungen individuell planen.

Vor Ort wartet dann eine erstaunlich abwechslungsreiche Landschaft. Kroatien besteht eben nicht nur aus Strand. Du findest Wälder, Berge, Flüsse, Wasserfälle, Inseln und kilometerlange Küstenabschnitte. Gerade wenn Dein Hund gern wandert, schnüffelt, klettert oder badet, gibt es entsprechend viel zu entdecken.

Allerdings solltest Du bedenken, dass Kroatien im Hochsommer sehr heiß werden kann. Ein klassischer Strandurlaub im Juli oder August ist deshalb nicht automatisch die beste Variante für einen Hund. Oft sind Frühling und Herbst sogar wesentlich angenehmer.

Einreise nach Kroatien mit Hund: Was brauchst Du?

Da Kroatien zur EU gehört, ist die Einreise aus Deutschland vergleichsweise unkompliziert. Für Reisen innerhalb der EU gelten grundsätzlich die gemeinsamen EU-Regelungen für Haustiere.

Dein Hund benötigt:

  • einen gültigen EU-Heimtierausweis,
  • eine eindeutige Kennzeichnung per Mikrochip beziehungsweise eine nach den EU-Regeln noch zulässige ältere Tätowierung,
  • eine gültige Tollwutimpfung.

Wichtig ist besonders bei der ersten Tollwutimpfung die Wartezeit. Die Impfung darf erst erfolgen, nachdem der Hund gekennzeichnet wurde, und nach einer Erstimpfung müssen mindestens 21 Tage vergehen, bevor die Reise stattfinden darf. Auffrischungsimpfungen sollten rechtzeitig erfolgen, bevor die vorherige Impfung ihre Gültigkeit verliert.

Dürfen alle Hunderassen einreisen?

Kroatien hat strenge Regelungen bezüglich sogenannter Listenhunde. Zum einen besteht für einige Hunderassen eine Maulkorbpflicht und auch eine Anleinpflicht. Hierzu gehören unter anderem folgende Hunderassen:

  • Amerikanischer Staffordshire Terrier
  • Belgischer Schäferhund
  • Bernhardiner
  • Bullterrier (Staffordshire Bullterrier, American Staffordshire Terrier, Bullterrier und Mini Bullterrier)
  • Deutscher Schäferhund
  • Dobermann
  • Doggen
  • großer japanischer Spitz
  • Mastino
  • Pitbull Terrier
  • Rottweiler

Auch Kreuzungen unter den eben genannten Rassen sind von dieser Regelung betroffen.

Außerdem benötigen Hunde der verschiedenen Bullterrier Arten zur Einreise einen Abstammungsnachweis (schriftlichen Abstammungsnachweis eines Kynologieverbands des FCIs) vorlegen können.

Solltest Du eine der genannten Rassen haben, musst Du also unbedingt vor Buchung von einem Urlaub mit Hund in Kroatien bzw. vor Einreise prüfen, was für Deinen Hund notwendig ist.

Mit dem Auto nach Kroatien

Für viele Hunde ist die Fahrt im eigenen Auto die angenehmste Reisemöglichkeit. Je nachdem, wo in Deutschland Du startest und welche kroatische Region Dein Ziel ist, kann die Strecke allerdings lang werden.

Plane deshalb lieber großzügig und mache regelmäßige Pausen. Ein kurzer Spaziergang, Wasser und ein bisschen Schnüffelzeit können aus einer langen Autobahnfahrt mehrere deutlich angenehmere Etappen machen.

Gerade im Sommer solltest Du außerdem bedenken, dass nicht nur Kroatien heiß ist. Auch auf der Fahrt durch Österreich und Slowenien können die Temperaturen hoch sein. Wasser gehört deshalb griffbereit ins Auto und nicht irgendwo ganz unten unter drei Koffern, Hundebett und der Tasche, von der Du überzeugt warst, dass Du sie „bestimmt unterwegs nicht brauchst“.

Und natürlich gilt auch auf Reisen: Ein Hund gehört bei warmem Wetter niemals allein in ein abgestelltes Auto. Viel zu viele Hunde verenden qualvoll, weil die Halter sie im Auto zurücklassen.

Urlaub mit Hund in Kroatien in einem Ferienhaus

Ein Ferienhaus in Kroatien mit Hund ist für viele Mensch-Hund-Teams wahrscheinlich eine der entspanntesten Unterkunftsarten. Hier findest Du zum Beispiel viele Ferienhäuser und kannst unter den erweiterten Filtern auch Haustiere auswählen.

Das Angebot ist groß und reicht vom kleinen traditionellen Steinhaus bis zur modernen Villa. Die offizielle kroatische Tourismusdatenbank listet Ferienhäuser in zahlreichen Regionen des Landes. Besonders praktisch ist ein Haus mit eingezäuntem Grundstück. Dein Hund kann sich dort freier bewegen und Du musst nicht bei jedem Gang vor die Tür sofort Geschirr und Leine zusammensuchen.

Aber Vorsicht bei der Beschreibung „eingezäunt“. Das kann alles bedeuten zwischen blickdichter zwei Meter hoher Mauer und einer dekorativen Grundstücksbegrenzung, die ein motivierter Hund eher als höflichen Vorschlag interpretiert.

Frag deshalb vor der Buchung nach der Höhe und Beschaffenheit des Zauns und schau Dir aktuelle Fotos an. Bei kleinen Hunden können außerdem große Abstände zwischen Zaunelementen problematisch sein.

Achte zusätzlich darauf, ob Hunde wirklich ausdrücklich erlaubt sind. „Haustierfreundlich“ bedeutet nicht automatisch, dass zwei große Hunde willkommen sind oder keine Zusatzkosten entstehen. Manche Vermieter begrenzen Anzahl oder Größe der Tiere.

Ein weiterer Pluspunkt eines Ferienhauses ist eine Klimaanlage. Im kroatischen Sommer kann sie für Deinen Hund wichtiger werden als der Pool für Dich. Und auch Du möchtest vielleicht die Möglichkeit haben, Dich auch mal abkühlen zu können.

Camping mit Hund in Kroatien

Kroatien ist ein ausgesprochen beliebtes Campingland. Viele Plätze liegen direkt oder zumindest sehr nah am Meer und reichen vom kleinen naturverbundenen Campingplatz bis zum großen Resort mit Restaurants, Pools, Sportangebot und Mobilheimen. Auch die Kroatische Zentrale für Tourismus führt eine umfangreiche Datenbank registrierter Campinganlagen.

Wenn Du mit Hund campen möchtest, solltest Du vor der Reservierung trotzdem genau hinschauen. Auf manchen Plätzen sind Hunde überall erlaubt, auf anderen nur in bestimmten Bereichen oder Unterkunftstypen. Häufig fällt zusätzlich eine Gebühr pro Hund und Nacht an.

Besonders interessant sind Plätze mit eigenem Hundestrand oder ausgewiesenem Zugang zum Wasser. Das erspart Dir die tägliche Suche nach einer Stelle, an der Dein Hund tatsächlich baden darf.

Für einen Campingurlaub im Hochsommer solltest Du außerdem möglichst einen schattigen Stellplatz wählen. Ein Wohnwagen, Camper oder Zelt in voller Sonne verwandelt sich erstaunlich schnell in eine Hitzehölle für Deinen Hund.

Mit Wohnmobil oder Camper durch Kroatien

Ein Roadtrip durch Kroatien klingt traumhaft: morgens aufwachen, Tür öffnen, Meer sehen und spontan entscheiden, wohin es als Nächstes geht.

Mit Hund passt diese Art des Reisens hervorragend, weil sein vertrauter Schlafplatz immer mitfährt. Trotzdem gibt es einen entscheidenden Unterschied zu einigen anderen europäischen Reiseländern:

Wildcampen ist in Kroatien nicht erlaubt.

Camping außerhalb registrierter Campingplätze beziehungsweise dafür ausgewiesener Stellplätze ist verboten und kann bestraft werden. Das gilt auch für Wohnmobile. Offizielle Campinginformationen weisen ausdrücklich darauf hin, dass Camper registrierte Campingplätze oder entsprechend ausgewiesene Plätze nutzen sollen.

Die romantische Vorstellung, einfach irgendwo an einer einsamen Bucht das Wohnmobil abzustellen, die Stühle herauszuholen und dort die Nacht zu verbringen, solltest Du deshalb aus Deiner Reiseplanung streichen.

Das bedeutet allerdings nicht, dass ein Roadtrip kompliziert wird. Kroatien besitzt eine sehr gut ausgebaute Campinginfrastruktur und zahlreiche Plätze eignen sich auch für kurze Aufenthalte. Einige Campinganlagen verfügen sogar über separate Bereiche für Camper, die nur eine Nacht bleiben möchten.

Gerade mit Hund kann diese Variante sogar angenehmer sein: Wasser, Strom, Entsorgungsmöglichkeiten und ein sicherer Stellplatz sind vorhanden und Du musst abends nicht noch diskutieren, ob der wunderschöne Parkplatz mit Meerblick nun wirklich ein Schlafplatz sein darf.

Urlaub mit Hund in Kroatien: Hundestrände

Wer Kroatien sagt, denkt ziemlich schnell ans Meer. Und wahrscheinlich denkt Dein Hund beim ersten Blick auf die Adria ebenfalls nicht: „Was für eine bemerkenswerte Küstenlandschaft“, sondern eher: „DARF ICH REIN?“

Die Antwort lautet: manchmal. Hunde dürfen nicht automatisch an jeden öffentlichen Badestrand. Es gibt jedoch ausgewiesene Hundestrände und hundefreundliche Strandabschnitte. Auf der Insel Pag werden beispielsweise mehrere Strände beziehungsweise Strandabschnitte ausdrücklich als hundefreundlich ausgewiesen.

Urlaub mit Hund in Kroatien
Nicht überall dürfen Hunde mit an den Strand oder nach Herzenslust planschen. Achte auf die regionalen Bestimmungen und Regeln.

Informiere Dich am besten direkt am Urlaubsort über die aktuellen Regelungen, denn diese können lokal unterschiedlich sein. Ein Vorteil der kroatischen Küste sind die vielen kleineren Buchten und weniger stark besuchten Abschnitte. Trotzdem solltest Du Beschilderungen respektieren und nicht davon ausgehen, dass ein leerer Strand automatisch für Hunde freigegeben ist.

Badeschuhe für den Hund?

Nicht unbedingt. Aber Kroatiens Küste ist vielerorts steinig und felsig. Das solltest Du bei längeren Strandtagen im Hinterkopf behalten.

Scharfe Steine können Pfoten verletzen und dunkler Fels kann sich in der Sonne stark aufheizen. Kontrolliere deshalb regelmäßig die Pfoten und sorge dafür, dass Dein Hund einen schattigen Platz bekommt.

Auch Salzwasser gehört nicht in größeren Mengen in den Hund. Ein Hund, der begeistert beim Schwimmen Meerwasser schluckt, sollte deshalb immer Zugang zu ausreichend frischem Trinkwasser haben.

Kroatien mit Hund
Kroatien hat viele steinige Strände mit Felsen und Klippen. Prüfe, ob Dein Hund dort laufen kann. In manchen Fällen machen Badeschuhe für Hunde durchaus Sinn. Eine Verletzung an den Ballen oder an der Pfote sind langwierig und können in einem Urlaub zu einer Herausforderung werden.

 

Wandern und Nationalparks mit Hund in Kroatien

Kroatien hat weit mehr zu bieten als Küste. Besonders spektakulär sind die zahlreichen Natur- und Nationalparks. Auch Hunde dürfen verschiedene Schutzgebiete besuchen, allerdings gelten dort klare Regeln. In geschützten Gebieten müssen Hunde grundsätzlich an der Leine geführt werden. Auch im Nationalpark Paklenica und an den Plitvicer Seen ist das Führen eines Hundes ohne Leine ausdrücklich untersagt. Achtung, bei beiden Parks musst Du Eintritt zahlen.

Gerade die Plitvicer Seen gehören zu den bekanntesten Naturzielen Kroatiens. Holzstege führen durch eine Landschaft aus Seen, Wald und Wasserfällen. Für einen entspannten Besuch sollte Dein Hund allerdings mit Menschenmengen, schmalen Wegen und Begegnungen auf engem Raum zurechtkommen.

Ein Hund, der fremde Hunde lieber aus einer Entfernung von 50 Metern betrachtet, wird einen gut besuchten Steg vermutlich weniger romantisch finden als Du. Nationalparks solltest Du mit Hund möglichst früh am Tag besuchen. Dann sind die Temperaturen angenehmer und häufig ist weniger los.

Die beste Reisezeit für einen Urlaub mit Hund in Kroatien

Wenn Du bei der Reisezeit flexibel bist, sind Mai, Juni, September und teilweise Oktober besonders interessant. Die Temperaturen sind häufig angenehmer als mitten im Hochsommer, viele touristische Angebote haben bereits beziehungsweise noch geöffnet und Strände und Wanderwege sind weniger voll.

Juli und August sind dagegen Hauptsaison. Neben hohen Temperaturen musst Du dann mit volleren Stränden, Campingplätzen, Straßen (Stau) und Städten rechnen. Für Hunde, die Hitze schlecht vertragen, Senioren, sehr große Hunde oder kurznasige Rassen können die Sommermonate entsprechend anstrengend werden.

Im Hochsommer verlegst Du größere Spaziergänge am besten auf den frühen Morgen und Abend. Mittags heißt das Programm eher: Schatten, Wasser, schlafen. Dein Hund hat damit vermutlich ohnehin das vernünftigere Urlaubskonzept.

Gesundheit: Parasiten und Krankheiten nicht vergessen

Vor einer Reise in den Mittelmeerraum lohnt sich ein Gespräch mit Deiner Tierarztpraxis.

In südlichen Ländern können andere durch Zecken, Mücken oder Sandmücken übertragene Erkrankungen eine Rolle spielen als zu Hause (sogenannte Mittelmeerkrankheiten wie Leishmaniose, Babesiose, Ehrlichiose und Dirofilariose (Herzwürmer). Welcher Schutz für Deinen Hund sinnvoll ist, hängt unter anderem von Reisegebiet, Jahreszeit, Aufenthaltsdauer und individuellen gesundheitlichen Voraussetzungen ab. Kläre deshalb rechtzeitig vor dem Urlaub, welcher Zecken- und Insektenschutz geeignet ist und ob nach der Reise weitere Maßnahmen sinnvoll sind.

Zur Hunde-Reiseapotheke können beispielsweise Mittel zur Wundversorgung, Verbandsmaterial, eine Zeckenzange beziehungsweise ein Zeckenhaken und Medikamente gehören, die Dein Hund ohnehin regelmäßig benötigt. Medikamente solltest Du ausreichend für die gesamte Reise plus eine kleine Reserve mitnehmen.

Speichere Dir zusätzlich die Kontaktdaten einer Tierarztpraxis oder Tierklinik in der Nähe Deiner Unterkunft. Im Ernstfall ist es deutlich angenehmer, nicht erst mit einem verletzten Hund auf dem Schoß eine Suchmaschine bedienen zu müssen.

Was gehört für den Hund ins Gepäck?

Je nach Art Deiner Reise sieht die Packliste etwas anders aus. Ein paar Dinge gehören aber fast immer dazu:

  • EU-Heimtierausweis, Medikamente und gegebenenfalls Kopien wichtiger Unterlagen
  • Halsband beziehungsweise Geschirr, Leine und eventuell eine längere Schleppleine
  • ausreichend Wasser für Anreise und Ausflüge
  • faltbarer Napf oder Reisenapf
  • gewohntes Futter zumindest für die ersten Tage
  • Hundedecke oder vertrauter Schlafplatz
  • Handtuch für Strandtage
  • Kotbeutel
  • Zeckenschutz und kleine Reiseapotheke
  • eventuell Kühlmatte oder andere geeignete Möglichkeit zur Abkühlung. Aber Achtung: Auch Kühlmatten sollten nie in der direkten Sonne liegen, sie können sich dort unfassbar stark aufheizen.

Gerade unterwegs ist funktionale Hundeausrüstung Gold wert. Eine robuste Leine, ein gut sitzendes Geschirr und ein praktischer Futterbeutel machen Wanderungen, Stadtbesuche und Strandtage deutlich unkomplizierter. Und wenn Du Deinen Hund auch im Urlaub gern etwas mehr Bewegungsfreiheit gibst, ohne komplett auf Sicherung zu verzichten, ist eine Schleppleine eine praktische Begleiterin. In unserem Shop findest Du hierfür die perfekte Ausrüstung.

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Istrien, Kvarner oder Dalmatien: Wohin mit Hund?

Welche Region am besten zu Euch passt, hängt davon ab, wie Ihr Urlaub macht.

Istrien im Norden ist aus Deutschland vergleichsweise schnell erreichbar. Orte wie Rovinj, Pula oder Poreč lassen sich mit Ausflügen ins grüne Hinterland kombinieren. Für den ersten Kroatienurlaub mit Hund ist Istrien deshalb besonders interessant. Die Kvarner Bucht mit Inseln wie Krk oder Cres verbindet Berge und Meer. Wer gern wandert und trotzdem nicht auf Strand verzichten möchte, findet hier eine spannende Mischung.

Weiter südlich wartet Dalmatien mit Städten wie Zadar, Split und Dubrovnik, zahlreichen Inseln und einer besonders eindrucksvollen Küstenlandschaft. Dafür wird die Anreise aus Deutschland entsprechend länger. Wenn Du mit Camper oder Wohnmobil unterwegs bist, musst Du Dich ohnehin nicht unbedingt für eine einzige Region entscheiden. Gerade außerhalb der Hauptsaison bietet sich eine Rundreise an.

Stadtbesuch mit Hund: lieber morgens als mittags

Rovinj, Zadar, Split oder Dubrovnik sind wunderschön, aber im Sommer auch heiß und voll. Mit Hund lohnt sich deshalb ein früher Start. Während andere Urlauber noch beim Frühstück sitzen, kannst Du bereits durch die Gassen laufen und später wieder Richtung Unterkunft oder Strand verschwinden. Denk dabei auch an den Boden. Steinplatten und Asphalt können sich stark aufheizen. Ein einfacher Handtest hilft: Ist der Untergrund für Deine Hand unangenehm heiß, sollte Dein Hund dort ebenfalls nicht länger laufen.

Rücksicht macht vieles einfacher

Wie hundefreundlich ein Urlaubsort empfunden wird, hängt nicht nur vom Land ab, sondern auch davon, wie wir uns dort mit unseren Hunden verhalten. Leine Deinen Hund dort an, wo es vorgeschrieben oder aufgrund der Situation sinnvoll ist. Räume Hinterlassenschaften weg und lass ihn an gut besuchten Stränden nicht ungefragt zwischen fremden Handtüchern, Kindern und Picknicktaschen herumlaufen. Gerade an Orten, an denen Hunde willkommen sind, tragen verantwortungsvolle Hundehalter dazu bei, dass das auch so bleibt. Unsere Erfahrung ist leider, dass viele Hundehalter im Urlaub ihr gutes Benehmen vergessen (sollten sie es denn sonst überhaupt haben). Aber gerade im Urlaub sollten wir besonders viel Rücksicht nehmen, denn wir sind nur zu Besuch.

Fazit: Lohnt sich ein Urlaub mit Hund in Kroatien?

Definitiv. Ein Urlaub mit Hund in Kroatien kann Strandurlaub, Aktivurlaub und Roadtrip wunderbar miteinander verbinden. Besonders angenehm ist die große Auswahl an Ferienhäusern und Campingplätzen. Mit dem eigenen Auto oder Wohnmobil kannst Du viele Regionen flexibel erkunden und Deine Tagesplanung an Deinen Hund anpassen.

Ein bisschen Vorbereitung gehört allerdings dazu. Prüfe rechtzeitig Heimtierausweis und Tollwutimpfung, kümmere Dich um passenden Parasitenschutz und informiere Dich über die Regeln Deiner Unterkunft, des jeweiligen Strandes und geplanter Nationalparks. Und wenn Du mit dem Camper reist, merk Dir vor allem einen Punkt: Kroatien ist zwar wie gemacht für einen Roadtrip, aber nicht für Wildcamping. Plane offizielle Camping- und Stellplätze ein und genieße dafür die Freiheit, morgens einfach weiterzufahren.

Dann fehlen eigentlich nur noch Leine, Hund, Sonnencreme und die Entscheidung, wer den besten Platz mit Blick aufs Meer bekommt. Wobei wir vermutlich alle wissen, wer diese Diskussion gewinnt. ;-)

 

Bildnachweise: Depositphotos.com Dog jumps on the waves @ Stolyarov, Adriatic Sea, Croatia, Croatian coast, Europe @ Siempreverde, Dog on the rocks @ dulsita

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