Hundetricks – so bringst Du Deinem Hund zehn tolle Tricks bei!

Hundetricks

Hundetricks sehen nicht nur niedlich aus, sondern lasten Deinen Hund auch kopfseitig aus. Dabei sollte natürlich der Spaß für alle an erster Stelle stehen. Heute zeigen wir Dir zehn tolle Hundetricks, die Du mit unserer Trainingsanleitung ganz einfach Deinen Hund beibringen kannst.

Hundetricks – warum soll mein Hund Kunststücke lernen?

Ich trickse viel mit meiner Hündin. Dabei habe ich auch schon mal den Satz zuhören bekommen „lass den Hund doch mal Hund sein“ oder „das ist doch kein Zirkushund“. An dieser Stelle möchte ich mal drei Sachen klar stellen:

  1. Tricksen ist nicht für jeden Hund was. Er sollte daran Spaß haben! Kein Hund sollte dazu gezwungen werden, Tricks zu lernen und auszuführen. Einige Hunde sind in diesem Bereich motivierter als andere und das ist auch vollkommen in Ordnung. Du solltest immer gezielt auf die individuellen Bedürfnisse Deines Hundes eingehen. Wenn Dein Hund also keine Freude daran hat, Hundetricks zu lernen, dann solltest Du es auch lassen. Ich bin mir sicher, Ihr findet auch andere Beschäftigungsmöglichkeiten. Mira ist ein Arbeitshund, sie will arbeiten und sie will lernen. Sie ist nach fünfzehn Minuten Kopfarbeit zufriedener als nach drei Stunden spazieren gehen. Natürlich macht es eine gute Mischung.
  2. Es sollte hier niemals nur um den perfekt funktionierenden Trick gehen, sondern um den Weg dahin. Ihr erarbeitet zusammen ein Ziel und dabei ist es auch egal, wenn es mal etwas länger dauert. Natürlich ist es ein Erfolgserlebnis, wenn das Geübte dann perfekt sitzt, aber beim Tricksen ist der Weg das Ziel.
  3. Es gibt Zeiten, in denen dürfen sich Hunde nicht viel bewegen, zum Beispiel nach einer Operation oder einer Verletzung. Dann ist das Tricksen eine tolle Möglichkeit, Deinem Hund Auslastung und Beschäftigung zu bieten, damit er besser seine Ruhe einhält. Auch zum Medical Training können einige Tricks sehr hilfreich sein.

Hundetricks – was brauchst Du alles zum Tricksen?

Für das Tricksen brauchst Du eigentlich nicht viel. Du kannst einen sogenannten Clicker nutzen. Hierbei clickst Du dann im richtigen Moment, um das Verhalten Deines Hundes zu bestätigen und belohnst ihn dann mit einem Leckerli. Beim Clickern solltest Du aber auch unbedingt ein gutes Timing haben, daher empfehle ich Dir, Trockenübungen zu machen. Alternativ kannst Du auch ein Markerwort nutzen, zum Beispiel „Click“ oder „Yipp“. Dieses sagst Du immer dann, wenn Dein Hund etwas richtig macht und belohnst ihn mit einem Leckerli. Ein Clicker oder ein Markerwort sind deswegen so wichtig, weil Du Deinen Hund hiermit auch aus der Entfernung bestätigen kannst, denn die Belohnung sollte immer dann kommen, wenn Dein Hund etwas richtig macht und nicht erst ein bis zwei Sekunden später!

Außerdem solltest Du immer gute Leckerlis dabei haben. Hierbei solltest auf die Wertigkeit der Leckerlis achten. Hast Du ein Super-Leckerli, könnte es sein, dass Dein Hund übermotiviert ist und sich nicht konzentrieren kann. Ist die Belohnung zu niedrig gewählt, könnte Dein Hund dafür nicht arbeiten wollen. Du kennst Deinen Hund und seinen Charakter am besten, deswegen überlege Dir die passende Belohnung.

Ich selbst verstaue die Leckerlis in einen Hunde – Futterbeutel. Diesen kann ich ganz bequem an die Hose befestigen.

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Hundetricks – was gibt es dabei zu beachten?

Du solltest Motivation und gute Laune mitbringen. Hattest Du einen schlechten Tag? Dann verschiebe die Hundetricks auf einen anderen Tag. Deine Laune wird sich auf Deinen Hund übertragen und es schafft eine negative Trainingsatmosphäre. Auch gibt es natürlich Tage, an denen Dein Hund nicht gut drauf ist. Auch dann solltest Du auf Deinen Hund eingehen und das Training verschieben.

Das Training sollte niemals zu lange sein. Es ist sehr anstrengend, da viel Konzentration gefragt ist. Außerdem solltest Du ein Training immer positiv beenden. Klappt ein Trick nicht, mache am Schluss noch etwas einfaches, damit etwas Gutes hängen bleibt. Die Länge des Trainings ist natürlich vom Ausbildungsstand des Hundes abhängig, sollte aber nie länger als zirka 15 Minuten sein. Gerade neue oder schwierige Tricks sollten nicht länger als fünf Minuten geübt werden.

Es gibt Tricks, die einige Hunde nicht mögen. Sollte Dein Hund Meideverhalten zeigen oder dauerhaft beschwichtigen, lasse diesen Trick einfach weg.

Beginne das Training immer in einer reizarmen Umgebung, zum Beispiel im Haus oder im Garten. Du kannst auch ein Ritual einführen, zum Beispiel eine bestimmte Matte, auf der Ihr trainiert. Später kannst Du die Tricks dann auch unterwegs üben.

Hundetricks – 10 einfache Anleitungen für Dich zum Nachmachen

Nun will ich Dich nicht weiter auf die Folter spannen und mit den Tricks beginnen. Vorab aber noch ein kleiner Hinweis: Du solltest unbedingt einschätzen, ob Dein Hund in der Lage ist, den jeweiligen Trick zu lernen. Bei Junghunden sind die Gelenke und Knochen noch sehr weich, bei Hunde mit Erkrankungen im Bewegungsapparat können auch nicht alle Übungen mitmachen. Außerdem solltest Du Deinen Hund nie auf hartem Untergrund wie Laminat oder gefrorenen Boden springen lassen.

Merke Dir zudem: Beim Tricksen gibt es kein „Nein“. Zeigt Dein Hund nicht das gewünschte Verhalten, ignorierst Du es und machst freudig weiter. Der Spaßfaktor steht an erster Stelle und Dein Hund soll motiviert bleiben, sich auszuprobieren.

Kopf ablegen

Das Kopf ablegen sieht zuckersüß auf Fotos auf und ist ein eher einfacherer Hundetrick. Hierbei sollte Dein Hund vor Dir liegen. Nimm ein Leckerli in die Hand und halte die Hand flach auf den Boden, sodass Dein Hund seinen Kopf dahin neigen muss. Bestätige jede Bewegung des Kopfes in Richtung Boden. Hat Dein Hund das verstanden, führst Du ein Kommandowort dafür ein. Klappt das gut, legst Du Deine Hand als nächstes ohne Leckerli flach auf dem Boden und belohnst Deinen Hund dann aus der anderen Hand, wenn sein Kopf runter geht, sobald Du das Kommandowort gesagt hast.

Hat Dein Hund auch diesen Schritt begriffen, kannst Du Deine flache Hand etwas höher vom Boden halten und immer weiter damit weg gehen. So lernt Dein Hund auch direkt, nicht nur auf ein Kommandowort zu hören, sondern auch auf ein Handzeichen.

Klappt das Kopf ablegen in einer reizarmen Umgebung schon gut, solltest Du es immer mal wieder an anderen Orten ausprobieren, um zu überprüfen, ob Dein Hund alles verstanden hat. Das gilt übrigens auch für alle anderen Hundetricks.

Hundetricks Kopf ablegen
Das Kopf ablegen lernen viele Hunde sehr schnell. Ich nutze den Trick gerne für die Fotografie.

Auf die Seite legen

Auch diesen Trick startest Du während Dein Hund liegt. Am leichtesten ist es, wenn Du Dich etwas seitlich von Deinem Hund hinsetzt. Nun nimmst Du ein Leckerli in die Hand und lockst den Kopf Deines Hundes über seine Schulter. Hierdurch wird er sich automatisch auf die Seite legen, um an das Leckerli zu kommen. Denke bitte immer daran, Deinen Hund zu belohnen. Auch hierfür solltest Du ein bestimmtes Wort und vielleicht auch ein weiteres Handzeichen einführen.

Übrigens solltest Du solche Tricks auch immer beidseitig trainieren. Das ist wichtig, damit die Muskulatur auch gleichseitig belastet wird und es nicht zu Fehlhaltungen kommt.

Rolle

Kann Dein Hund bereits den Trick „Auf die Seite legen“, ist es ziemlich einfach, ihm auch eine Rolle beizubringen. Aber Achtung: Dieser Trick sollte niemals direkt nach dem Füttern durchgeführt werden, da die Gefahr einer Magendrehung gegeben ist!

Du beginnst den Trick wie bei „auf die Seite legen“. Dieses Mal bleibt Deine Hand aber in Bewegung, sodass Dein Hund sich einmal komplett rollt. Es kann etwas dauern, bis Dein Hund versteht, dass er nun nicht auf der Seite liegen bleiben, sondern sich rollen soll. Habe Geduld und belohne jeden Schritt in die richtige Richtung.

Hundetricks die Rolle
Auch die Rolle ist ein beliebter Hundetrick. Achte darauf, dass Dein Hund diesen Trick nicht mit vollem Magen machen sollte. Auch solltest Du diesen Trick nicht unzählige Male hintereinander wiederholen.

Pfote geben

Ein sehr beliebter Hundetrick ist das Pfoten geben. Hier solltest Du daran denken, dass Du Deinem Hund beibringst, beide Pfoten zu geben. Hierbei sollte Dein Hund vor Dir sitzen. Du kannst es erst ganz einfach versuchen und Deine flache Hand mit der Unterseite nach oben Deinem Hund entgegen streckst. Viele Hunde reichen schon von alleine die Pfote. Klappt das nicht, nimmst Du ein Leckerli in die Hand und ballst sie zu einer Faust. Zuerst wird Dein Hund versuchen, mit der Schnauze an das Leckerli zu gelangen. Klappt das nicht, wird er auch die Pfote einsetzen. Das ist der Moment, an dem Du ihn belohnst. Führe ein Kommandowort dafür ein.

 

High Five

Das High Five ist eine Weiterentwicklung des Pfote gebens. Hierbei hältst Du Deine flache Hand vertikal Deinem Hund hin und forderst ihn auf, die Pfote zu geben. Er sollte dann Deine Hand abklatschen. Kann Dein Hund bereits Pfote geben, dann wird er auch das High Five sehr schnell lernen.

Männchen machen

Um Deinem Hund das Männchen machen beizubringen, gibt es zwei Möglichkeiten. Die eine ist, dass Du nun einfach beide Hände hin hältst wie beim High Five und schaust, ob Dein Hund nun versucht, auch beide Hände gleichzeitig abzuklatschen. Alternativ nimmst Du einen Leckerli in die Hand und lockst Deinen Hund aus dem Sitz in das Männchen. Belohne es jedes Mal, wenn Dein Hund beide Pfoten von dem Boden hebt. Denke daran, ein Wort dafür einzuführen, damit Dein Hund später auch weiß, was gemeint ist.

Übrigens: Das Ausbalancieren muss Dein Hund erst lernen, deswegen solltest Du langsam vorgehen. Er sollte nicht bei diesem Trick umfallen.

Auf den Hinterbeinen stehen

Dies ist ein Trick, den Hunde mit Problemen im Gangapparat oder junge Hunde nicht ausführen sollten. Auch sollte der Trick nicht andauernd durchgeführt werden, da hierbei natürlich die Gelenke belastet werden. Hierbei steht Dein Hund auf seinen Hinterbeinen und macht sich groß wie ein Bär. Du beginnst Wie beim Männchen machen, Dein Hund sitzt vor Dir. Nun kannst Du ihn Männchen machen lassen und lockst ihn dann mit einem Leckerli auf die Hinterbeine.

Denke immer an das Belohnen und freue Dich mit Deinem Hund, wenn er die richtigen Ansätze zeigt, damit er auch weiterhin motiviert und freudig bei der Sache ist.

Dreh Dich

Viele Hunde mögen besonders gerne die Hundetricks, bei denen sie sich bewegen können. Hierfür eignet sich „Dreh Dich“ wunderbar. Auch diesen Trick solltest Du in beide Richtungen trainieren. Dein Hund steht zu Beginn. Du startest, in dem Du ihm ein Leckerli vor die Nase hältst und im Kreis führst. Hierdurch wird Dein Hund sich hinterher drehen. Das wiederholst Du einige Male und führst ein Kommandowort ein (Wir nutzen Twist und Circle für die jeweilige Richtung). Nach und nach kannst Du Deine Hand immer weiter oben halten und die Handbewegung ausführen.

Slalom durch die Beine

Zu Beginn steht Dein Hund hierbei an Deiner Seite. Du stellst nun den von Deinem Hund abgewandten Fuß nach vorne, sodass eine Lücke zwischen Deinen Beinen entsteht. mit einem Leckerli lockst Du Deinen Hund nun hindurch. Belohne diesen Schritt mehrfach. Dann kannst Du Dein anderes Bein nach vorne stellen, sodass wieder eine Lücke entsteht und Dein Hund von der anderen Seite hindurch laufen soll. Nach und nach kannst Du langsam mehrere Schritte hintereinander setzen und Deinen Hund durch die Beine locken. Führe ein Kommando hierzu ein, zum Beispiel Slalom.

Dieser Trick ist natürlich schwierig, wenn Du eher klein und Dein Hund sehr groß ist. Du solltest natürlich darauf achten, dass Dein Hund problemlos durch Deine Beine gehen kann.

Hundetricks draußen machen
Bitte denke beim ganzen Tricksen daran: Die meisten Hunde wollen gerne raus in die Natur. Du kannst gefestigte Tricks auch dort umsetzen, aber lass Deinen Hund auch ruhig mal etwas Schnüffeln und Laufen.

Auf den Füßen mitlaufen

Bei diesem Trick steht Dein Hund mit seinen Vorderpfoten auf Deinen Füßen und läuft mit Dir mit. Am besten steht Dein Hund zu Beginn hinter Dir. Stelle Deine Beine etwas auseinander und drehe Deine Fußspitzen nach innen, sodass sich diese berühren. Nun lockst Du Deinen Hund mit einer Belohnung durch deine Beine auf Deine Füße und belohnst ihn. Wiederhole diesen Schritt, bis Dein Hund sicher steht. Nach und nach kannst Du Deine Füße nun etwas weiter nach außen drehen, sodass sich die Fußspitzen nicht mehr berühren.

Geht Dein Hund auch dann auf Deine Füße, kannst Du vorsichtig einen Schritt gehen und dieses dann immer mehr erweitern.

Fazit Hundetricks

Wie Du siehst, geht es beim Tricksen mit Hund nicht nur darum, Deinem Hund Kunststücke beizubringen, sondern viel mehr darum, Deinem Hund Beschäftigung und Abwechslung zu bieten. Durch das gemeinsame Training wird zudem auch Eure Bindung gestärkt und Ihr werdet viel Spaß haben. Wenn Dein Hund keine Freude am Tricksen mitbringt, ist dies kein Weltuntergang. Es gibt noch unzählige andere tolle Beschäftigungsmöglichkeiten, über die wir Dir nach und nach in unserem Blog berichten werden. Sei gespannt!

Bildnachweis: sleepherds