Hundekekse selber backen – ganz einfach und gesund für Deinen Hund

Hundekekse selber backen

In dem Beitrag „die besten Leckerlis für den Hund“ haben Dir schon mal von Produkten berichtet, die Du kaufen kannst. Doch heute möchten wir Dir zeigen, wie Du Hundekekse selber backen kannst. Dies hat den großen Vorteil, dass Du genau weißt, was enthalten ist. Gerade für Hunde mit Unverträglichkeiten oder Allergien ist das eine tolle Alternative und es macht zudem noch jede Menge Spaß. Auch als Geschenk zum Hundegeburtstag oder an andere Hundebesitzer zum Beispiel zu Weihnachten ist es eine tolle Möglichkeit. Wir haben Dir drei tolle Rezepte erstellt und erklären Dir zudem, worauf Du dabei achten solltest.

Warum überhaupt Hundekekse als Belohnung?

Es gibt viele Gründe, die dafür sprechen, Deinen Hund mit etwas zu Fressen zu belohnen, aber auch einige dagegen. Beide Seiten wollen wir vorab gerne beleuchten, damit Du abwägen kannst, ob Du Dir die Mühe mit dem Backen überhaupt machen möchtest:

Pro Hundekekse

Für viele Hunde ist Futter die größte Belohnung. Es geht hierbei nicht darum, den Hund zu „keksen“, sondern mit einem guten Timing den Hund in den richtigen Momenten positiv zu bestärken. Hierdurch wird Dein Hund das gute Verhalten immer häufiger zeigen und Dein Training ist vollkommen gewaltfrei und ohne Druck. Zudem ist es auch ein guter Anreiz und eine Motivation, sollte aber nie als Kontrolle dienen.

Praktisch ist natürlich auch, dass Du beim Hundekekse selber backen genau weißt, was darin enthalten ist. Gerade für Hunde mit einem empfindlichen Magen kann das sehr hilfreich sein. Und es ist nachhaltiger, denn wenn Du sie selbst backst, kaufst Du keine Plastikverpackungen.

Wenn Du mit Deinem Hund zum Beispiel gerne Hundetricks übst, kannst Du ihn einfach mit den Leckerchen belohnen.

Contra Hundekekse

Natürlich sollte Dein Hund auch ohne Kekse auf Dich hören. Macht er das nicht, solltest Du an Eurer Bindung arbeiten und der Ursache auf den Grund gehen. Außerdem kann dagegen sprechen, dass einige Hunde ab einer gewissen Aufregung kein Futter mehr annehmen. Das ist nicht weiter schlimm, denn jeder Hund hat andere Vorlieben. Belohnung kann neben Futter genauso gut auch Stimme, ein Spiel oder auch eine Berührung sein. Wichtig ist, dass Du darauf achtest, was Dein Hund in diesem Moment gerne möchte. Achte auch auf eventuelles Meideverhalten oder Beschwichtigungssignale, damit Du die Situation richtig einschätzt.

Zudem solltest Du Deinen Hund auch nicht durch Leckerlis ablenken, sondern gezielt für ein Training einsetzen. Hierbei ist auch das Timing wichtig.

Bitte denke auch daran, dass Du nie einfach einen anderen Hund mit Leckerlis füttern solltest. Dieses bedarf der vorherigen Absprache mit dem jeweiligen Besitzer. Zum einen weißt Du nicht, ob der Hund Unverträglichkeiten oder Allergien hat, zum anderen erziehst Du so die Hunde zum Betteln – auch bei fremden Personen. Und das kann für den Besitzer zur Last werden.

Hundekekse selber machen
Deine selbstgebackenen Hundekekse kannst Du wunderbar auf Spaziergängen in einem Leckerlibeutel mitnehmen.

Hundekekse selber backen – welche Ausstattung wird benötigt?

Für das Backen von Hundekeksen brauchst Du neben der Zutaten, auf die wir bei den Rezepten näher eingehen, gar nicht so viel.

Natürlich solltest Du einen Ofen haben. Als sehr hilfreich haben sich so genannte Backmatten heraus gestellt, in die Du die fertige Mischung der Zutaten einfach einfüllst. Hierdurch erhältst Du schön gleichmäßige Hundekekse. Achte auf die Größe, denn es macht natürlich einen Unterschied, ob Du einen großen oder kleinen Hund hast. Es gibt auch sehr schöne Backformen, wenn Du es besonders hübsch magst – zum Beispiel Knochenformen oder Pfotenformen. Das ist aber selbstverständlich nur für das menschliche Auge. Unseren Hunden ist es egal, wie die Leckerlis aussehen – Hauptsache sie schmecken.

Alternativ kannst Du den Teig für die Leckerlis auch einfach auf Backpapier ausrollen und später mit einem Pizza-Roller in kleine Teile schneiden.

Sehr hilfreich ist es übrigens, wenn Dein Backofen auch Dörren kann. Hierdurch kannst Du die Leckerlis durch Lufttrocknung konservieren. Sie bleiben somit länger haltbar.

Wenn vorhanden, kannst Du hierzu auch einen Dörrautomaten nutzen. Hier kannst Du auch mal Fleisch dörren und als Leckerlis einsetzen – auch dies ist sehr beliebt bei Hunden.

Hundekekse selber backen – was sollte ich dabei beachten?

Zum einen musst Du natürlich darauf achten, dass Dein Hund die Zutaten auch verträgt. Findest Du in einem unserer Rezepte etwas, wo Du bei Deinem Hund keine guten Erfahrungen gemacht hast, solltest Du es  nicht nutzen  oder die jeweilige Zutat gegen eine für Euch passende austauschen.

Außerdem müssen Hundekekse immer von der natürlichen Futterration abgezogen werden. Übergewicht bei Hunden ist schädlich für Gelenke und Organe und kann die Lebenszeit und die Lebensqualität Deines Vierbeiners stark verringern. Selbstverständlich solltest Du aber auch bei dem normalen Futter für Deinen Hund auf eine gesunde und ausgewogene Ernährung achten. Zucker, Aromastoffe, Farb- und Lockstoffe gehören beispielsweise weder in Leckerlis noch in die normale Futterration Deines Vierbeiners.

Damit Dein Hund nicht zu viel Leckereien zwischendurch bekommt, solltest Du die Hundekekse vorher und nachher abwiegen. So weißt Du genau, was Du verbraucht hast und kannst diese Menge dann vom normalen Futter abziehen.

Hundekekse selber backen – drei Rezepte zum einfachen Nachmachen

Wie Du siehst, lohnt es sich, einfach mal selber Leckerlis zu backen. Es macht zudem Spaß und geht verhältnismäßig schnell. Deinen Hund wird es in jedem Fall freuen und auch als Geschenke eignen sich die selbstgebackenen Hundekekse hervorragend. Deswegen stellen wir Dir nun drei einfache Rezepte für Hundekekse vor, die Du nachmachen kannst. Das jeweilige Grundrezept für Hundekekse kannst Du auch problemlos variieren, wenn Du eine Zutat gerne austauschen möchtest.

Grundrezept für Hundekekse

Für das Grundrezept benötigst Du folgende Zutaten:

  • 100 Gramm Buchweizenmehl
  • drei Eier
  • 100 Gramm Kartoffelmehl
  • 1 EL Koksöl
  • ca. 30ml Wasser

Zusätzlich kommen noch 200 Gramm je nach Geschmack und Vorliebe Deines Hundes dazu. Du kannst hierbei aus folgenden Zutaten wählen: Leberwurst, Fleisch, Frischfutter, Fisch, Wurst, Käse (zum Beispiel Hüttenkäse), Gemüse, Obst oder aber auch ein Babyglas mit passenden Zutaten. Beachte aber bitte, dass Obst Fruchtzucker enthält und somit auch nur in Maßen gefüttert werden darf. Außerdem solltest Du natürlich keine giftigen Zutaten für Hunde wie Weintrauben, Rosinen oder gar Schokolade verwenden.

Da die zusätzlichen Geschmackszutaten haben, solltest Du das Wasser erst am Ende hinzu geben, sollte Dir der Teig zu fest vorkommen. Die Mengenangaben sind natürlich Richtwerte.

Vermische die Zutaten und fülle den Teig in die Backmatte und verstreiche es gleichmäßig. Dann einfach in den Ofen und bei Umluft und 150° C ca. 35-55 Minuten in den Ofen. Wie lang der Backvorgang dauert, hängt von Deinem Ofen und den Zutaten ab. Deswegen solltest Du beim ersten Mal in jedem Fall ein Auge auf die Hundekekse haben, damit sie Dir nicht verbrennen.

Tipp: Alternative zum Ei
Einige Hunde vertragen Ei nicht. Als Alternativen für ein Ei kannst Du folgende Zutaten nutzen:

 

  • 1 1/2 reife Bananen
  • 1 EL Leinsamen und 2 EL Wasser
  • 1 EL Chiasamen und 3 EL Wasser
  • 3 EL Apfelmus (ungezuckert)
  • 3 EL Erdnussmus (ungezuckert)

Wenn man Zubereitung und Backzeit zusammen rechnet, dauert dieses Rezept in der Herstellung nicht länger als anderthalb Stunden.

Damit die Hundekekse länger haltbar sind, kannst Du sie über Nacht dörren lassen.

Hundekekse selber backen
Selbstgebackene Hundekekse sind auch tolle Geschenke, zum Beispiel zu Weihnachten oder zum Geburtstag des Hundes. Achte darauf, dass sie ausreichend lange haltbar sind.

Leberwurstpralinen

Sehr beliebt bei Hunden sind auch Leberwurstpralinen. Diese sollten jedoch zeitnah gefüttert werden. Du kannst auch, wenn Du zu viele gemacht hast, einen Teil einfrieren.

Als Zutaten benötigst Du

  • 200 Gramm Haferflocken
  • 150 Gramm körnigen Frischkäse
  • 100 Gramm Leberwurst
  • 1 Ei
  • 5 EL Öl (zum Beispiel Kokosöl oder Lachsöl)

Achte beim Kauf der Leberwurst darauf, dass sie auch für Deinen Hund geeignet ist. Natürlich sollten keine Zwiebeln enthalten sein.

Vermenge die Zutaten nun und rolle dann mit der Hand daraus kleine Pralinenkugeln. Wenn der Teig zu fest ist, kannst Du noch etwas Fleischbrühe oder Wasser hinzu fügen.

Die Pralinen legst Du auf ein vorher auf dem Blech gelegtes Backpapier.

Nun lässt Du die Leberwurstpralinen bei etwa 160 Grad ungefähr 35 Minuten (je nach Größe der Pralinen und Leistung Deines Ofens) backen.

Tipp: Alternativ zur Leberwurst kannst Du zum Hundekekse selber backen auch ein gesundes Frischfutter für Hunde nutzen. Dieses funktioniert genauso gut.

Hundekekse mit Hüttenkäse

Für dieses Rezept benötigst Du

  • 150 Gramm Kartoffelmehl
  • Drei Eier
  • 200 Gramm Hüttenkäse
  • Schuss Öl (Zum Beispiel Kokosöl oder Lachsöl)
  • Prise Salz

Bei diesem Rezept pürierst Du zuerst die Eier mit dem Hüttenkäse, dem Öl und dem Salz. Anschließend fügst Du das Kartoffelmehl hinzu und pürierst erneut, bis ein Teig in der Art eines Pfannkuchenteigs entsteht. Je nach Konsistenz musst Du noch etwas Kartoffelmehl oder Wasser hinzu fügen. Alternativ zum Hüttenkäse kannst Du auch körnigen Frischkäse benutzen.

Nun kannst Du den Teig in die Backmatte fügen. Zum Backen bei 180 Grad bei Umluft zirka 30 Minuten backen lassen und gegebenenfalls noch nachdörren lassen.

Fazit zu selbstgebackenen Hundekeksen

Wie Du siehst, kannst Du ganz einfach gesunde leckere Hundekekse selber machen – ganz nach den Vorlieben Deines Hundes. Die Zubereitungszeit ist nicht sonderlich lang und es macht durchaus Spaß, für den geliebten Vierbeiner etwas selber zu machen. Probiere Dich einfach etwas aus und Du wirst schnell heraus finden, welche Dein Hund am liebsten mag. Diese kannst Du dann in einem Leckerlibeutel bequem mitnehmen, wenn ihr auf den Spaziergang geht. So sorgst Du auch für Abwechslung auf den Spaziergängen und kannst gezielt an Baustellen arbeiten.

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