Tricks für Hunde – fünf Hundetricks zum einfachen Nachtrainieren

Tricks für Hunde

Bereits in unserem Beitrag Hundetricks haben wir Dir zehn tolle Tricks für Hunde vorgestellt. Wir erhielten daraufhin so viel positives Feedback und den Wunsch, eine Fortsetzung zu schreiben. Dem Wunsch möchten wir gerne nachkommen und so haben wir fünf weitere Inspirationen für Dich zusammen gestellt.

Tricks für Hunde – ein paar kleine Erinnerungen, bevor das Training losgehen kann

Bevor ich Dir die nächsten zehn Tricks für Hunde vorstelle, möchte ich noch mal an ein paar wichtige Punkte erinnern. Mir ist es deswegen so wichtig, weil das Tricktraining nach wie vor als bloßes Kunststücke beibringen verschrien ist. Generell sollte es bei diesem Training nicht darum gehen, dass ein Hund besonders viele Kunststücke auf der nächsten Familienfeier zur Belustigung aller vortragen kann wie im Zirkus. Beim Tricktraining ist immer der Weg das Ziel. Du erarbeitest mit Deinem Hund etwas. Hierdurch beschäftigst Du Deinen Hund nicht nur, sondern förderst zudem auch Eure Beziehung und somit auch die Bindung.

Ängstliche Hunde können durch das Tricktraining Vertrauen fassen und auch im Bereich des Medical Trainings in Vorbereitung auf Tierarztbesuche sind viele Hundetricks sinnvoll.

Muss ein Hund also unbedingt Tricks lernen? Natürlich nicht! Es gibt auch Hunde, die absolut kein Interesse am Hundetricktraining haben. Dann würde ich sie auch nie im Leben dazu nötigen. Aber wenn Du einen Hund hast, der gerne lernt und Ihr Beide Spaß daran habt, was spricht dann dagegen?

Folgende Punkte solltest Du zudem beachten

Je nach Trick solltest Du warten bis Dein Hund ausgewachsen ist. Bei Welpen und jungen Hunden sind die Gelenke und Knochen noch nicht ausgereift. Dementsprechend gehören diese Hunde weder an ein Fahrrad noch in ein Springtraining.

Auch solltest Du die Trainingseinheiten an das Alter und die Entwicklung Deines Hundes anpassen. Ein Hund, der das Tricksen schon länger kennt, kann sich länger konzentrieren als ein “Anfänger”. Auch gibt es Aufgaben, die Hunde überhaupt nicht gerne mögen. Solltest Du feststellen, dass sich Dein Hund unwohl fühlt, solltest Du diesen Trick lieber auslassen und einen anderen machen. Manchmal reicht es, wenn Du diesen Trick dann später noch mal probierst.

Wenn Du Tricks für Hunde probierst, bedenke bitte auch, dass es alles Spaß machen soll. Es gibt also kein Nein und es wird auch nicht geschimpft. Beim Tricktraining darf Dein Hund nämlich durchaus mitdenken und sich selbst ausprobieren.

Denke bitte immer daran, dass Dein Hund auch die Möglichkeit haben muss, Reize und Erfahrungen zu verarbeiten. Somit sollten junge Hunde nicht nur eine gute Grunderziehung genießen, sondern auch Ruhe lernen. Eine große Unterstützung kann hierbei das Deckentraining sein.

Belohnung im Tricktraining muss sein

Bei den meisten Tricks gehst Du langsam Schritt für Schritt vor und baust diesen auf. Jeden noch so kleinsten Fortschritt solltest Du belohnen, damit Dein Hund motiviert wird und auch bleibt. Wie Du ihn belohnst, hängt ganz von Deinem Hund ab. Einige Hunde freuen sich über eine Streicheleinheit. Meine Hündin mag es aber gar nicht, wenn ich sie streichle während einer Konzentrationsphase. Andere Hunde bevorzugen Leckerlis oder selbstgebackene Hundekekse. Auch ein Spiel kann eine tolle Belohnung sein.

Wichtig ist zudem, dass Du auch stimmlich unterstützt. Freust Du Dich mit einem richtig guten Timing, wird Dein Hund besser verstehen, was Du von ihm willst. Für welchen Weg Du Dich entscheidest, bleibt natürlich Dir überlassen, denn Du kennst ja Deinen Hund am besten.

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass gerade bei Futter oder Spielzeug die Belohnung nicht “zu gut” sein darf. Viele Hunde sind dann übermotiviert und können sich dann nicht mehr konzentrieren. Bei meiner Hündin Mira nutze ich am liebsten Leckerlis und meine Stimme. Zwar halte ich nichts vom generellen “Keksen”, aber bin auch kein absoluter Leckerligegner. Ich habe immer welche dabei. Sehr praktisch hierfür geeignet ist die Floxik Leckerlitasche, die Dir ausreichend Platz für Leckerlis, einen Clicker, Kotbeutel und ein paar andere Dinge bietet. Du kannst ihn ganz einfach an die Hose oder die Jacke klippen oder mit dem Hosengürtel verschnallen.

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Tricks für Hunde – 5 Inspirationen für Dein Tricktraining

Genug geschwafelt. Nun gehen wir direkt ins Tricktraining über. An dieser Stelle möchte ich kurz noch mal auf unseren Beitrag Clickertraining hinweisen. Solltest Du Dich noch nie mit dem Clickertraining auseinander gesetzt haben, dann solltest Du diesen Beitrag unbedingt vorab lesen. Er wird Dir dabei helfen zu versehen, wie wichtig Timing im Hundetraining ist und worauf Du beim Einsatz eines Clickers oder eines Markerwort achten solltest.

Etwas umarmen

Für diesen Trick startest Du am besten mit einem Stab oder einem Stock. Dieser sollte zur Größe Deines Hundes passen.

Das eine Ende des Stabs ruht auf dem Boden, das andere Ende hältst Du in der Hand und der Stab sollte zu Beginn fast waagerecht auf dem Boden liegen. Dein Hund sollte das Pfote geben schon kennen und nun motivierst Du ihn, die Pfote zu geben und dabei die Pfote auf die Stange zu legen. Belohne anfangs jeden Schritt. Später nur noch, wenn Dein Hund seine Pfote über die Stange liegt und die Stange mit dem Handgelenk greift. Du kannst hier auch schon ein Kommando einbauen.

Tricks für Hunde
Kann Dein Hund den Trick umarmen, kannst Du ihn auch an anderen Gegenständen einsetzen, zum Beispiel an einem Baum.

Legt Dein Hund seine Pfote zuverlässig auf die Stange, kannst Du die Stange (oder den Stock) nun langsam immer senkrechter halten. Irgendwann steht der Stab dann komplett senkrecht und Dein Hund sollte bei Deinem Kommando die Stange umarmen.

Nun kannst Du den Trick mit anderen Gegenständen üben. Während Du im besten Fall das Training für diesen Trick im Sitzen startest, kannst Du es später auch im Stehen probieren.

Handstand an der Wand

Was wären Tricks für Hunde, wenn wir Dir nicht auch zeigen würden, wie Dein Hund den Handstand an der Wand lernt? Er fördert zudem den Muskelaufbau, aber dennoch solltest Du auch diesen Hundetrick nur langsam aufbauen. Wichtig ist, dass Du Deinen Hund das Rückwärts gehen beibringst, bevor Du mit dem Handstand beginnst.

Nun kannst Du am besten mit einem breiten Brett starten. Achte aber bitte unbedingt darauf, dass dieses Brett nicht rutschen kann. Dein Hund könnte sich erschrecken und verletzen! Dieses Brett legst du nun erstmal auf den Boden an eine Wand und schickst Deinen Hund rückwärts drauf. Baue hierzu ein Kommando auf. Das Brett kannst du nun in langsamen Schritten immer steiler an die Wand stellen. Hat Dein Hund den Trick verstanden, kannst Du das Brett auch weglassen und direkt an der Wand trainieren.

Später kannst Du diesen Trick auch an einem Baum oder anderen Gegenständen üben.

Tricks für Hunde Handstand
Den Trick Handstand kannst Du später auch an Wänden üben. Mit etwas Training kann Dein Hund ihn sogar auf an Deinem ausgestreckten Arm ausführen.

Kriechen

Gar nicht so einfach und zudem auch noch verdammt niedlich: Wenn Dein Hund über den Boden robbt. Du solltest auch für diesen Trick einige Trainingszeit einplanen, denn zwar kriechen einige Welpen noch. Für erwachsene Hunde zählt diese Fortbewegungsart aber eher nicht zum Standard.

Lege Deinen Hund zu Beginn des Tricks ab. Nun setzt Du Dich vor Deinen Hund und winkelst die Knie an. Dein Hund sollte unter Deinen Knien nicht mehr im Stehen durchlaufen können. Wie Du sie stellst, ist somit abhängig von der Größe und Rasse Deines Hundes. Du kannst auch etwas bauen, unter dem Dein Vierbeiner durchkriechen soll.

Nun lockst Du Deine Fellnase unter deinen Knien hindurch. Im besten Fall wird Dein Hund direkt robben und Du kannst ihn belohnen. Dann kannst Du direkt auch ein Kommando einbauen. Im besten Fell kann Dein Hund dann auf Dein Kommando hin auch ohne das Locken des Leckerlis durch Deine Beine hindurch krabbeln. Wenn er das kann, solltest Du eine Handbewegung einführen. Dann kann Dein Hund auch ohne Deine Hilfe ein bisschen weiter kriechen.

Übrigens: beim Aufbau dieses Tricks wird häufig empfohlen, mit der Hand auf den Rücken des Hundes zu drücken sobald er aufsteht. Auch wenn ich sicherlich kein Hunde-mit- Wattebäuschen-Bewerfer bin, möchte ich meinen Hund im Training nicht runterdrücken müssen. Zumal das auf den Boden drücken in der Hundesprache ja auch eine ganz bestimmte Bedeutung hat.

Etwas auf der Nase balancieren

Das Balancieren auf dem Nasenrücken oder dem Kopf erfordert ein hohes Maß an Konzentration und ist somit besonders anstrengend. Beachte das bitte bei Deinem Training.

Im ersten Schritt sollte Dein Hund lernen, seinen Kopf in Deine flache, geöffnete Hand zu legen. Halte Deine Hund einfach mal geöffnet vor Deinen Hund und warte ab. Viele Hunde werden von alleine ihren Kopf hinein legen. Sollte Dein Hund den Trick Kopf ablegen schon kennen, kann auch dieses Kommando hilfreich sein. Belohne zuerst das Kopf in Deine Hand legen. Hierdurch kannst Du dann etwas auf den Kopf oder den Nasenrücken Deines Hundes legen.

In vielen Trickanleitungen wird beschrieben, dass Du den Fang Deines Hundes vorsichtig festhalten sollst. Ich halte da sehr wenig von. Dein Hund soll freiwillig mit Dir arbeiten und Spaß daran haben. Hältst Du ihn fest und er assoziiert damit etwas negatives, ist das unproduktiv und wirft Euch zurück. Dann lieber länger daran arbeiten, dass Dein Hund freudig seinen Kopf in Deine Hand legt!

Nun kannst Du beginnen, dass Du etwas auf den Nasenrücken oder den Kopf Deines Hundes legst. Das kann zum Beispiel ein Leckerli sein. Ich habe mit einer leeren Klopapierrolle angefangen. Denn an das Leckerli wollen viele Hunde einfach nur schnell ran und kippen den Kopf. An einer leeren Toilettenpapierrolle kann sich niemand verletzen und sollte sie mal auf den Boden fallen, macht das zudem nicht mal Krach.

Lege also diesen Gegenstand kurz auf Deinen Hund und nimm ihn sofort wieder runter. Diesen Vorgang wiederholst Du – anfangs immer mit der anderen Hand unter dem Kopf Deines Hundes als stütze. Nach und nach kannst Du den Zeitraum nun ausbauen und auch die Hand immer mal wieder ein kleines Stückchen mehr vom Kopf Deines Hundes wegnehmen.

Übrigens ist es für viele Hunde einfacher, wenn sie den Trick im Sitzen lernen. Du kannst ihn aber später auch im Stehen probieren und für einen besonders hohen Schwierigkeitsgrad kannst Du das Balancieren im Gehen probieren.

Durch die Arme springen

Ich mag Tricks für Hunde besonders gerne, wenn ich sie fast überall üben und trainieren kann. Hierzu gehört auch der Hundetrick durch die Arme springen. Denke bitte daran, dass Dein Hund nicht auf harten Böden springen sollte (Fliesen, Laminat, Parket, gefrorene Böden). Auch ist das Springen nur für erwachsene und gesunde Hunde geeignet. Aber auch wenn dieser Trick immer besonders eindrucksvoll aussieht. Viele Hunde lernen ihn tatsächlich extrem schnell.

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Am besten suchst Du Dir eine Wand oder einen Baum als Begrenzung. Halte nun Deinen ausgestreckten Arm waagerecht an Deine Begrenzung und locke Deinen Hund über Deinen Arm. Die Höhe sollte sehr dicht am Boden sein und Dein Hund somit noch nicht wirklich springen müssen. An dieser Stelle kannst Du auch schon das passende Kommando einbauen. Springt Dein Hund auch ohne Dein Locken bei Deinem Kommando über den Arm, kannst Du als nächstes den Abstand zu Deiner Begrenzung vergrößern. Im letzten Schritt formst Du dann mit deinem zweiten Arm einen Halbkreis über Deinen unteren Arm.

Hund springt durch Arme
Achte bitte immer darauf, dass Du Deinen Hund vor dem Training warm machst und die Höhe an die Größe Deines Hundes anpasst.

Je nach Hundegröße kannst Du nun die Höhe des Sprungs langsam erhöhen.

An dieser Stelle möchte ich aber noch mal erwähnen: Mach Deinen Hund bitte vor einem Sprungtraining warm, da es ansonsten zu Verletzungen kommen kann. Des weiteren solltest Du Deinen Hund nicht zu häufig springen lassen.

Fazit – Tricks für Hunde – Sei kreativ, es gibt so viele Möglichkeiten

Die Tricks für Hunde, die wir Dir dieses Mal vorgestellt haben, sind schon etwas schwieriger als in unserem ersten Beitrag über Hundetricks. Aber mit Geduld und Training werdet Ihr auch diese Aufgaben erfolgreich meistern. Du kannst diese Tricks auch immer mal variieren oder kreativ werden, und Dir neue Aufgaben ausdenken. Frage aber auch immer mal alte Tricks ab, damit es für Euch Beide auch abwechslungsreich ist.

Solltest Du Deinen Hund häufig fotografieren, solltest Du einen “fertigen” Trick nicht andauernd nur zum Fotografieren rausholen. Dein Hund könnten ansonsten den Spaß daran verlieren. Generell ist es für unsere Hunde interessanter, wenn nicht immer das gleiche gemacht wird. Überrasche Deinen Hund immer mal wieder und er wird – sofern er Spaß daran hat – hierdurch freudig bei der Sache bleiben. Auch ist es manchmal gar nicht so verkehrt, einige Tage Pause vom Tricksen zu machen. Du könntest dann einfach mal ein paar tolle Beschäftigungsideen auf Spaziergängen umsetzen. Oder Du bindest Deinen Hund mal im Haushalt ein? Und natürlich reicht auch manchmal einfach ein schöner gemeinsamer Spaziergang durch den Wald oder am Strand oder ein kuscheliger Nachmittag auf dem Sofa.

Bildnacheise: sleepherds

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