Training mit der Schleppleine – So machst Du es richtig!

Training mit der Schleppleine

Das Training mit der Schleppleine führt in den meisten Fällen schnell zum Erfolg, wenn Du es richtig anwendest. In anderen Fällen bietet die Schleppleine Dir zusätzliche Sicherheit und Deinem Hund mehr Freiraum, sich zu bewegen. Wann eine Schleppleine Sinn macht und wie Du richtig mit ihr trainierst, verraten wir Dir in unserem heutigen Beitrag.

In welchen Fällen solltest Du eine Schleppleine nutzen?

Nicht immer ist eine Schleppleine wirklich zielführend. Bist Du zum Beispiel in der Stadt unterwegs, solltest Du Deinen Hund lieber an einer kürzeren Leine führen. Das bietet Dir einen besseren Einfluss und Du kannst Dich nicht zusätzlich an der langen Leine verheddern.

Die Schleppleine ist vor allen in folgenden Situationen geeignet:

  • Dein Hund hat einen starken Jagdtrieb
  • Wenn Dein Hund in bestimmten Situationen nicht gut abrufbar ist
  • In unübersichtlichen Bereichen
  • Während der Brut- und Setzzeit, in Naturschutzgebieten oder generell Gebieten, in denen Leinenpflicht herrscht
  • Wenn Du Deinen Hund erst neu hast und noch nicht einschätzen kannst
  • Beim Giftködertraining
  • Wenn Dein Hund einen zu großen Radius hat
  • In der Erziehung und Ausbildung von Junghunden (zum Beispiel während der Pubertät)
  • beim Mantrailing

Wann ist die Schleppleine nicht zielführend?

  • Wenn Dein Hund nicht leinenführig ist
  • Auf engen Wegen
  • Bei einem Stadtspaziergang
  • Wenn Dein Hund nur ein Halsband trägt

Training mit der Schleppleine – warum sie in einigen Bereichen ungeeignet ist

Bevor wir nun auf das genaue Training mit der Schleppleine eingehen, möchten wir Dir noch mit auf den Weg geben, warum diese lange Leine eben in einigen Lebenslagen nicht genutzt werden sollte.

Grundlagen für das Training mit der Schleppleine

Sollte Dein Hund auch an einer kurzen Leine extrem ziehen, ist es wichtig, zu allererst die Leinenführigkeit zu trainieren. Denn durch die Länge der Schleppleine vergrößert sich die Kraft Deines Hundes, sobald er in die Leine springt. Vergiss nicht, dass er hier im Vergleich zu einer kurzen Leine auch acht und mehr Meter Zeit hat, Geschwindigkeit aufzubauen. Schon ein Hund mit 15 Kilogramm kann Dich so hinter sich herziehen oder sogar von den Beinen reißen. Verletzungen für den Menschen sind vorprogrammiert. Aber nicht nur für Dich: Auch bei Deinem Hund kann das “in die Leine knallen” bei einer solchen Geschwindigkeit zu Schmerzen führen. Nicht selten entstehen hierdurch Fehlverhalten.

Wenn Dein Hund beispielsweise immer zu anderen Hunden möchte, Leinenaggressionen zeigt oder eine mangelnde Impulskontrolle hat, solltest Du diese Punkte als erstes erarbeiten. Wie immer empfehlen wir Dir auch an dieser Stelle, dass Du einen kompetenten Hundetrainer zu Rate ziehst, der sich “die Baustelle” vor Ort anschaut.

Der Halsbereich beim Hund ist empfindlich!

Niemals solltest Du eine Schleppleine am Halsband befestigen. Unsere Hunde sind am Hals empfindlich, denn hier liegt der Kehlkopf und der Nackenbereich. Wie weiter oben bereits beschrieben, entsteht durch die Länge der Schleppleine ein großerer Druck und somit steigt auch die Verletzungsgefahr. Eine Schleppleine gehört immer und ausschließlich an ein Hundegeschirr (Gleiches gilt im Übrigen auch für eine sogenannte Rollleine!).

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Natürlich sollte Dein Hund auch an einem Geschirr nicht wie ein Wilder in die Leine springen. Denn selbstverständlich ist auch das nicht angenehm. Ein gut sitzendes Brustgeschirr verlagert den Druck aber und entschärft die Situation.

Gerne möchten wir Dir an dieser Stelle einen zusätzlichen Tipp geben: Um Verletzungen für Deinen Hund und Dich zu vermeiden, kannst Du unseren Rückdämpfer als zusätzliches Zwischenstück nutzen.

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Schleppleine nur dort, wo Du auch ableinen würdest

Das Training mit der Schleppleine ist nur dort zielführend, wo Du unter normalen Umständen und bei nicht vorhandenen Verboten auch ableinen könntest. An allen anderen Orten nutze bitte lieber eine normale Führleine. Hier ist es nämlich nicht nur sehr unhandlich, meterweise Leine in der Hand zu haben und gegebenenfalls stolpern zu können. Auch für Deinen Hund steigt die Verletzungsgefahr, denn die Leine könnte hängen bleiben und einen schmerzhaften Ruck verursachen. Das kann allein schon dadurch passieren, das Du versehentlich beim Gehen auf die Leine trittst.

Vorbereitungen für das Training mit Schleppleine

Aber auch wenn das jetzt vielleicht so klingt, als würden wir das Training mit der Leine “schlecht reden”, ist dem nicht so. Das Schleppleinentraining bringt sehr viele Vorteile und gibt einigen Hunden sogar eine gewisse Freiheit, die sie ohne eine längere Leine aufgrund eines starken Jagdtriebs oder dem Aufnehmen von Essensresten unterwegs nicht hätten. Bevor Du nun motiviert ans Werk gehst, bitten wir Dich, noch auf folgende Dinge zu achten:

Die richtige Ausrüstung für das Training mit der Schleppleine

Neben der eigentlichen Schleppleine (Wir empfehlen Dir unsere Floxik-Schleppleine) solltest Du noch ein paar andere Sachen “einpacken”. Zum einen sollte Dein Hund wie weiter oben beschrieben, ein gut sitzendes Brustgeschirr tragen. Sofern Du Deinen Hund erst zum Ort des Trainings führen musst, solltest Du noch eine kürzere Leine mitnehmen.

Ziehe in jedem Fall ältere Kleidung an. Eine Schleppleine schleppt, wie der Name schon sagt, auch auf dem Boden und kann somit Dreck und Nässe aufnehmen. Sollte Dein Hund sehr aktiv sein, empfiehlt es sich, auch auf festes Schuhwerk zu achten, damit Du in keiner Situation den Halt verlierst.

Im Training kommt bei den meisten Hunden als Belohnung Futter in Form von Hundekeksen oder Leckerlis gut an. Diese kannst Du bequem im Floxik Leckerlibeutel bei Dir tragen. Dort ist direkt auch noch Platz für einen Clicker, sofern Du mit Clicker trainierst. Je nach Temperatur und Örtlichkeit denke bitte zudem an Trinkwasser für Deinen Hund (und natürlich auch für Dich).

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Wie oft, wie lange und wann sollte ich mit meinem Hund trainieren?

Diese Frage können wir nicht pauschal beantworten. Denn es ist vom Ausbildungsstand Deines Hundes, vom Trainingszweck und von anderen äußeren Einflüssen abhängig. Wenn Du Deinen Hund “nur” an einer längeren Leine führen möchtest – zum Beispiel in einem Gebiet mit Leinenpflicht – kannst Du natürlich Deinen Spaziergang ganz normal durchführen.

Geht es Dir um ein Antijagdtraining bzw. Rückruftraining, ein Antigiftködertraining oder andere erzieherische Maßnahmen, sollte Dein Hund ausgeruht sein, damit er neue Dinge aufnehmen kann. Er sollte aber durchaus vorher die Möglichkeit haben, sich lösen zu können und je nach Charakter des Hundes etwas Dampf abzulassen. Aber achte bitte darauf, dass Dein Hund sich nicht komplett verausgabt. Denn nach müde kommt bekanntlich blöd und Dein Hund wäre dann nicht mehr aufnahmefähig.

Wenn Du auf ein bestimmtes Ziel hintrainieren möchtest, nimm als Richtwert für die Trainingszeit 5 bis maximal 20 Minuten (Alter und Ausbildungsstand bitte unbedingt beachten!). Je nach Hund kannst Du das Training zwei bis maximal drei Mal am Tag wiederholen. Dein Hund sollte dazwischen allerdings unbedingt ausreichend Ruhezeit haben. Hierdurch kann er das Erlernte verarbeiten.

Und nicht zu vergessen: Trainiere auch immer nur dann, wenn auch Du mental und körperlich dazu in der Lage bist.

Training mit der Schleppleine – so geht es!

Lass uns nun schauen, wie Du das Training mit der Schleppleine richtig einsetzt.

Gewöhne Deinen Hund bitte zuerst an die längere Leine. Manchen Hunden ist es nicht ganz geheuer, wenn auf einmal etwas hinter ihnen schleift. Außerdem ist es hilfreich, wenn Du Deinem Hund beibringst, dass er sich selbst befreien kann, wenn er sich beispielsweise um einen Baum wickelt. Du kannst ihm “Herum” beibringen. Dies ist nichts anderes als ein Trick, den Du über das Clickertraining aufbauen kannst.

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Bitte befestige eine Schleppleine niemals am Halsband. Nutze hierzu ausschließlich ein Hundegeschirr.

Radius durch die Schleppleine verringern

Einige Hunde nutzen einen großen Radius und achten gefühlt nicht mehr auf ihren Besitzer. Hier ist das Training mit der Schleppleine wirklich hilfreich.

Außerdem solltest Du von Anfang an an der Leine Kontaktaufnahme seitens Deines Hundes belohnen. Schaut er Dich an, lob ihn. Wenn Du möchtest, kannst Du ihm auch eine Leckerei geben. Hierdurch lernt Dein Hund, mit Dir verbunden zu bleiben und immer wieder Rücksprache mit Dir zu halten. Durch diese Maßnahme verringern viele Hunde bereits automatisch ihren Radius.

Wenn Dein Hund auch durch dieses Training seinen Radius nicht von sich aus verringert, empfiehlt es sich, ein “ein Wort für das Ende der Leine” einzuführen. Nähert sich Dein Hund dem Ende der Leine, setzt Du es ein. Dein Hund soll lernen, dass es nur dann weitergeht, wenn er von sich aus den Abstand zu Dir wieder verringert. Du kannst also einfach stehen bleiben und nichts machen, bis Dein Hund den Abstand verkleinert. Macht er dies, kannst Du es belohnen. Es geht hierbei also nicht um den eigentlichen Rückruf, sondern eine räumliche Begrenzung durch die Leine (die gegebenenfalls später auch vollständig weg gelassen werden kann).

Rückruftraining mit der Schleppleine

Die Schleppleine ist auch ein tolles Hilfsmittel, um den Rückruf außerhalb des sicheren Gartens aufzubauen. Ein großer Vorteil daran ist: Dein Hund hat so kein Erfolgserlebnis. Denn Du kannst dafür sorgen, dass er definitiv zu Dir kommt.

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Natürlich solltest Du den Rückruf wenn möglich auch vorher schon in einer reizarmen Umgebung üben. Das kann im Haus oder im eigenen Garten sein. Vielleicht hast Du auch die Möglichkeit, auf einem gesicherten Hundeplatz zu trainieren. Aber beachte bitte auch dort: Der Rückruf sollte immer erfolgreich sein. Zum einen lernt Dein Hund so, dass er zuverlässig hört und zum anderen kannst Du hierdurch auch eine Belohnung festigen. Über Wiederholungen kann Dein Hund generalisieren.

Überlege Dir ein Rückrufwort. In den meisten Fällen ist das sicherlich das Kommando “Hier”. Und wenn Du hier sagst, dann solltest Du auch immer hier meinen. Und nicht “warte”, oder “schau mich an” oder was auch immer. Ein hier ist immer ein hier.

Hunde lernen über Verknüpfungen

Viele bauen ein Rückruftrainign auf, in dem sie, wenn der Hund gerade aufmerksam ist, das “hier” rufen. Aber an dieser Stelle weiß Dein Hund ja noch gar nicht, was das “hier” für ihn zu bedeuten hat. Deswegen ist es hilfreicher, wenn Du das Dein Rückrufwort aufbaust, wenn Dein Hund eh schon zu Dir gelaufen kommt. Gleiches gilt ürigens für die Hundepfeife: Am Anfang pfeifst Du, wenn Dein Hund bereits im Lauf zu Dir ist und belohnst ihn, wenn er bei Dir ist. Hierdurch kann Dein Hund den Rückruf mit dem Weg zu Dir und der Belohnung verknüpfen. Da die meisten Hunde ihren Namen sehr schnell lernen, kannst Du zuerst seinen Namen nennen und wenn er dann zu Dir kommt, das “Hier” hinterher setzen.

Die nächsten Schritte des Rückruftrainings

Kennt Dein Hund das Rückrufwort? Dann kannst Du nun langsam die äußeren Reize steigern. Achte bitte darauf, dass Du auch wirklich immer das Hier durchsetzt – natürlich weder mit Gewalt noch mit Betteln. Für viele Hunde ist es übrigens angenehmer, wenn Du Dich etwas seitlich hinhockst. Dies verstehen Vierbeiner als freundliche Einladung – aber lass Dich bitte nicht umrennen :-)

Für stärkere Reize gilt für den Anfang: Rufe nur dann, wenn Du auch sicher bist, dass Dein Hund auch wirklich kommt. Je höher die Erfolgsquote ist, desto sicherer wird später der Rückruf sitzen.

Biete Deinem Hund alternative Beschäftigungsmöglichkeiten

Das Wort “Antijagdtraining” ist eigentlich fachlich nicht ganz richtig. Du wirst einem Hund, der gerne jagt, nie das jagen abgewöhnen können. Du kannst es lediglich umleiten. Gerade bei Hunden, die bereits Erfolg hatten (jagen ist selbstbelohnend, denn es werden Glückshormone beim Hetzen ausgeschüttet. Dein Hund muss also nicht mal Beute greifen), ist das Alternativtraining langwierig.

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Daher ist es zielführend, wenn Du Deinem Hund alternative Beschäftigungsmöglichkeiten bietest. In unserem Beitrag Spaziergänge interessanter gestalten und Beschäftigungen mit der Hundeleine findest Du Anregungen, wie Du Deinem Hund Auslastungsmöglichkeiten bietest. Zwar heißt es nicht automatisch, dass ein gut ausgelasteter Hund nicht mehr auf die Idee kommt, zu jagen, aber so sorgst Du zumindest dazu, dass er gar nicht erst auf die Idee kommt :-)

Fazit: Training mit der Schleppleine ist sinnvoll

Wie Du siehst, ist das Training mit der Schleppleine in vielen Bereichen wirklich sinnvoll. Wenn Du Dich an unsere Tipps hältst und auch auf die Qualität Deiner Ausrüstung achtest, wird es Dich und Deinen Hund im Training weiterbringen.

Sei aber bitte nicht traurig, wenn Dein Hund einen so starken Jagdtrieb hat, dass Du die Schleppleine nicht irgendwann ausschleichen kannst. Es ist überhaupt nicht schlimm, wenn Du ihn aus Sicherheitsgründen dann lieber an der Leine lässt. Lieber so als überfahren vom Auto oder erschossen vom Jäger, oder?

Hast Du Fragen zu diesem Thema? Oder möchtest Du Deine Erfahrungen zum Training mit der Schleppleine teilen? Dann freuen wir uns auf Dein Kommentar. Wenn Dir der Beitrag gefallen hat, darfst Du ihn natürlich auch gerne teilen.

Bildnachweis: depositphotos.com Dog owner trains with a golden retriever with the towline. @ Colour und Border collie dog on a towline @ Judithdz