Hund zieht an der Leine – Tipps & Tricks

Beitragsbild Blogbeitrag der Hund zieht an der Leine - was tun? Tipps und Tricks

Manche Hunde neigen dazu an der Leine zu ziehen. Du kennst vielleicht die extremen Situationen, bei denen Hunde ihre Halter hinter sich selbst herziehen. Eventuell hast auch Du dies schon selbst erlebt. Häufig werden die Rasse und das Alter für das Phänomen verantwortlich gemacht. Meistens sind es aber die alltäglichen Umstände und die Erziehung die entscheiden, ob ein Hund immer zieht.

Mit einigen Tipps und Tricks kannst Du für einen entspannten Spaziergang an der Leine sorgen. Selbst sogenannte „Extremfälle“ können neue Verhaltensweisen erlernen. Neben dem Hintergrundwissen, den richtigen Übungen und Hilfsmitteln ist sehr viel Geduld, sowie regelmäßiges üben wichtig.

Bevor Du mit dem eigentlichen Training beginnst solltest Du wissen, weshalb eigentlich dein Hund zieht. Manchmal hat das Ziehen ganz banale Auslöser.

Fragen, die Du dir vorher stellen solltest:

  1. Muss sich Dein Hund ganz dringend lösen, also Pipi und großes Geschäft machen?
  2. Wie häufig und wie lange kommt Dein Hund nach draußen und reicht es wirklich aus?
  3. Ist die Strecke für Deinen Hund anspruchsvoll genug oder herrscht einfach Langeweile?
  4. Gibt es auf der Laufstrecke immer wiederkehrende „Störfaktoren“? Das können andere Hunde sein, die einfach nicht gemocht werden, aber auch andere Tierarten wie zum Beispiel Katzen. Häufig sind es auch Geräusche oder Gegenstände, die Hunde zum Ziehen veranlassen.
  5. Könnte Dein Hund inzwischen aus Gewohnheit ziehen, weil es als Junghund nicht anderes gelernt worden ist?
  6. Möchte Dein Hund mit dem Ziehen schnellstmöglich bestimmte Orte erreichen und weshalb?
  7. Hast Du einen dominanten Hund, der gerne die Führung übernehmen möchte?

Liegt die Ursache bei Frage 1 – 3 wirst Du die weiteren Tipps und Tricks kaum noch benötigen. Es reicht vollkommen aus, wenn Du die Häufigkeiten der Spaziergänge und die Laufstrecke nochmals überdenkst. Gestallte gegebenenfalls das Laufen für Deine Fellnase entsprechend interessanter. Vielleicht mit einem Ball, Hürdenlauf oder Sprintstrecken.

Neben den alltäglichen Auslösern ist es aber auch eine Frage der Erziehung. Kein Hundehalter möchte, dass sein Hund permanent am Ziehen ist. Ist es doch für beide Seiten auf Dauer mehr als anstrengend. Dennoch kommt es immer wieder vor, dass das Üben der richtigen Leinenführigkeit verpasst wird; aufgrund von Unachtsamkeit, mangelnder Disziplin oder Konsequenz ´bürgert sich das Ziehen als Folge ein.

Tipps & Tricks zur besseren Leinenführung

Üben mit Hilfsmitteln

Auf dem Markt sind diverse Hilfsmittel vorhanden. Als effektiv hat sich das Anti – Zug – Geschirr bewährt. Vielleicht kennst Du es auch unter dem Begriff Laufgeschirr oder Brustgeschirr. Das Prinzip dahinter ist es, dass durch den veränderten Gurtpunkt Zugkraft von der Leine genommen wird, was wiederum für den Vierbeiner auch Rücken- und Gelenkschonender ist. Gleichzeitig bekommst du bessere Führungskontrolle.

Der Rückdämpfer von Floxik hat sich ebenfalls als hilfreiches Mittel gegen das Ziehen bewiesen. Hierbei handelt es sich um eine Erweiterung deiner Leine. Nur die Verlängerung beträgt bereits 45 cm. Zusätzlich kommt ein Federungsbereich, die weitere 45 cm zur Verfügung stellen. Und genau darin findest Du den Vorteil des Rückdämpfers von Floxik. Zu starker Zug wird so merklich sanfter abgefangen, was sich langfristig wiederum bei den Knochen bzw. Gelenken von Dir und Deinem Hund bemerkbar macht. Wird der Rückdämpfer am Halsband eingesetzt werden sogar noch die Halswirbel Deines Hundes geschont. Beeindruckend ist die Multifunktionalität. Du kannst den Rückdämpfer genauso beim Spazieren benutzen, wie auch beim Joggen und Fahrrad fahren.

Zu den Tipps und Tricks

  • Zeige Autorität: Denke daran, dass Du der Rudelführer bist. Du entscheidest, ob Dein Hund an den nächsten Baum oder mit der Katze spielen darf. Nimm die Fellnase gegebenenfalls an die kurze Leine und stärke Deinen Posten als Rudelführer. Zeige, dass Ziehen nicht zum Ziel führt.
  • Richtung vorgeben: Du bist der Rudelführer, nicht Dein Hund. Du gibst an, welcher Weg genommen wird. Dein Hund zieht Dich in eine bestimmte Richtung? Bleibe abrupt stehen, schlage, wenn möglich, eine komplett andere Richtung ein oder gehe ein Teil der Strecke wieder zurück. Ziehe dein Vorhaben durch. Behalte die Führung bei dir. Unkonzentrierte und aufgedrehte Hunde brauchen manchmal mehr Nachdruck.
  • Bleib Konsequent: Konsequentes Verhalten ist gerade in der Erziehung eines (jungen) Hundes besonders wichtig. Sobald Dein Hund Dich als Rudelführer und damit auch deine Autorität akzeptiert hat, wird das Ziehen aufhören. Anderweitig heißt es, den Abstand zum Ziel des Hundes zu vergrößern. Dafür kannst Du auch ein Stück weit einen anderen Weg einschlagen. Bleibe immer wieder stehen. Gebe Deiner Fellnase zwischendurch eine Aufgabe, zum Beispiel Sitz oder Platz. Immer noch am Ziehen? Übe weiter. Manchmal musst Du die Prozedur an mehreren Tagen wiederholen, bis sich der Erfolg einstellt. Denke daran, Du entscheidest, wo ihr spaziert. Ziehen führt Deinen Hund nicht zum Ziel.
  • Klare Grenzen: Zeige Deinem Hund, wann eine Grenze überschritten ist. Häufig reicht es schon aus, wenn Du die Leine sehr kurz führst. Kein Hund opfert gerne Freiheiten, wenn es sich vermeiden lässt.
  • Lese deinen Hund: Die Kommunikation zwischen Dir und dem Hund darf nicht unterschätzt werden. Schon während dem Beobachten kannst Du erkennen, ob Dein Hund unbedingt zu einem Ziel möchte. Du wirst von einem zögernden Hund angeschaut? Freue Dich darüber. Du bist soeben um Erlaubnis gefragt worden, ob es zum gewünschten Ziel geht. Dein Hund beginnt zu verstehen, dass nichts ohne Dich geht.
  • Loben: Die meisten Hunde sind egoistisch veranlagt. Sie tun nichts, ohne Gegenleistung. Das kann ein Leckerli, ein Spielzeug oder auch ein freudiges „toll gemacht“ sein. Motiviere Deinen Hund, wenn das richtige Verhalten gezeigt wurde.

Es gibt Vierbeiner, die ihre Ohren sehr gekonnt für jegliche Form von normalen Befehlen auf Durchzug stellen können. Kennst Du bestimmt auch. Stärke in diesem Fall deine Macht als Rudelführer. Nimm in solchen Situationen Hilfsmittel zur Hand. Es geht dabei nicht darum, dass Du Deinem Hund Angst vermittelst, sondern Du seine Aufmerksamkeit bekommst. Klassische Hilfsmittel sind Trillerpfeifen und Cicker. Zeige Deinem Hund aber zunächst, was zu tun ist, wenn ein Pfiff oder ein Klick zu hören ist.

Übe mindestens 2-mal am Tag für maximal 30 Minuten. Merke Dir beim Üben immer, dass es Dein Hund auch selbst Wollen muss. Mit der richtigen Motivation wird Deine Fellnase das neue Verhalten schnell erlernt haben.

Übrigens: Arbeite auch mit deinem Körper und deiner Stimme, nicht nur mit der Leine. Wenn Du Richtungswechsel ständig durch ziehen der Leine angibst lernt Dein Hund nichts. Im Gegenteil, es besteht die Gefahr, dass sich das Ziehen noch verstärkt. Stelle Dich vor Deinen Hund, lotse auch mal mit dem Fuß, schnalze mit der Zunge. Bewusst eingesetzte kurze Rucker der Leine dürfen aber auch gerne eingesetzt werden. Floxik bietet Dir die passenden Leinen.

Solltest Du nicht sicher sein, ob Du Deinem Hund das Ziehen abgewöhnen kannst, hole dir Unterstützung. Zahlreiche Hundetrainer, Hundesportvereine und Hundeschulen helfen dir mit weiteren Tipps und Tricks weiter.

Foto: duckeesue / depositphotos.com

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